Kraft bedeutet, dass sowohl das Farbwerk als auch der Druckzylinder von Elektromotoren angetrieben werden. Die Presse verfügt außerdem über eine Luftpumpe, die den Bogen bei der Rückführung vom Zylinder abhebt, sodass er einfach in die Auslage fällt und man ihn nicht abnehmen und zum Trockengestell tragen muss. Das allein macht den Druck von mehr als nur ein paar Bögen praktisch, obwohl Andruckpressen ihren Namen per Definition dadurch verdienen, dass sie nur ein paar Probedrucke liefern, bevor die Druckform zur eigentlichen Druckmaschine (z. B. einem Heidelberg-Zylinder) für den Druck der Auflage gebracht wird. Normalerweise muss man etwa alle fünf Drucke ein wenig Farbe auf die Walzen geben, um die Farbe gleichmäßig zu halten. Aber „Spezial” bedeutet hier, dass diese Korrex (oben im Bild) einen richtigen Farbkasten hat (siehe oberes Bild), mit einem verstellbaren Farbmesser und einer weiteren kleinen Walze, die die Farbe an den großen Zylinder weitergibt, von wo aus die Gummiwalzen sie aufnehmen und auf die Druckform auftragen. Das ist ziemlich ausgeklügelt und macht diese Presse sehr produktiv für Auflagen von mehreren Dutzend Drucken ohne allzu große Farbabweichungen.

Korrex Berlin Spezial Kraft C 0012
Korrex Berlin Spezial Kraft C 0001